Sozialwissenschaften

Soziologie von Arbeit und Industrie

Egal in welcher Gesellschaft man lebt, alle Menschen sind auf Produktionssysteme angewiesen, um zu überleben. Für Menschen in allen Gesellschaften machen produktive Aktivitäten oder Arbeiten den größten Teil ihres Lebens aus – es nimmt mehr Zeit in Anspruch als jede andere Art von Verhalten.

 

Arbeit definieren

Arbeit ist in der Soziologie definiert als die Erfüllung von Aufgaben, die den Aufwand geistiger und körperlicher Anstrengung beinhalten, und ihr Ziel ist die Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die den menschlichen Bedürfnissen entsprechen. Ein Beruf oder eine Arbeit ist eine Arbeit, die gegen einen regulären Lohn oder ein reguläres Gehalt geleistet wird.

Arbeit ist in allen Kulturen die Grundlage der Wirtschaft oder des Wirtschaftssystems. Das Wirtschaftssystem für eine bestimmte Kultur besteht aus den Institutionen, die für die Produktion und den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen sorgen. Diese Institutionen können von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein, insbesondere in traditionellen Gesellschaften gegenüber modernen Gesellschaften.

In traditionellen Kulturen ist das Sammeln von Lebensmitteln und die Produktion von Lebensmitteln die Art von Arbeit, die von der Mehrheit der Bevölkerung ausgeübt wird. In größeren traditionellen Gesellschaften spielen auch Zimmerei, Steinmetz und Schiffbau eine herausragende Rolle. In modernen Gesellschaften, in denen industrielle Entwicklung besteht, arbeiten die Menschen in einer viel größeren Vielfalt von Berufen.

 

Soziologische Theorie

Das Studium von Arbeit, Industrie und Wirtschaftsinstitutionen ist ein wesentlicher Bestandteil der Soziologie, da die Wirtschaft alle anderen Teile der Gesellschaft und damit die soziale Reproduktion im Allgemeinen beeinflusst. Es spielt keine Rolle, ob es sich um eine Jäger-Sammler-Gesellschaft, eine Hirtengesellschaft. eine Agrargesellschaft oder eine Industriegesellschaft handelt. Alle konzentrieren sich auf ein Wirtschaftssystem, das alle Teile der Gesellschaft betrifft, nicht nur persönliche Identitäten und tägliche Aktivitäten. Die Arbeit ist eng mit sozialen Strukturen. sozialen Prozessen und insbesondere sozialer Ungleichheit verbunden.

Die Soziologie der Arbeit geht auf die klassischen soziologischen Theoretiker zurück. Karl Marx. Emile Durkheim und Max Weber betrachteten die Analyse der modernen Arbeit als zentral für das Gebiet der Soziologie. Marx war der erste Sozialtheoretiker, der die Arbeitsbedingungen in Fabriken, die während der industriellen Revolution auftauchten, wirklich untersuchte und untersuchte, wie der Übergang vom unabhängigen Handwerk zur Arbeit für einen Chef in einer Fabrik zu Entfremdung und Schreibtischarbeit führte. Durkheim hingegen befasste sich mit der Frage, wie Gesellschaften durch Normen, Bräuche und Traditionen Stabilität erlangten, als sich Arbeit und Industrie während der industriellen Revolution veränderten. Weber konzentrierte sich auf die Entwicklung neuer Arten von Autorität, die in modernen bürokratischen Organisationen entstanden.

 

Wichtige Forschung

Viele Studien zur Arbeitssoziologie sind vergleichend. Zum Beispiel könnten Forscher Unterschiede in der Beschäftigung und in den Organisationsformen zwischen den Gesellschaften sowie über die Zeit untersuchen. Warum arbeiten Amerikaner beispielsweise durchschnittlich mehr als 400 Stunden pro Jahr mehr als in den Niederlanden, während Südkoreaner mehr als 700 Stunden mehr pro Jahr arbeiten als Amerikaner? Ein weiteres großes Thema, das in der Arbeitssoziologie häufig untersucht wird, ist die Frage, wie Arbeit mit sozialer Ungleichheit verbunden ist. So könnten Soziologen beispielsweise die Diskriminierung aufgrund der Rasse und des Geschlechts am Arbeitsplatz untersuchen.

Auf der Makroebene der Analyse sind Soziologen daran interessiert, Dinge wie die Berufsstruktur, die Vereinigten Staaten und die Weltwirtschaft zu untersuchen und wie Veränderungen in der Technologie zu Veränderungen in der Demografie führen. Auf der Mikroebene der Analyse untersuchen Soziologen Themen wie die Anforderungen, die der Arbeitsplatz und die Berufe an das Selbst- und Identitätsgefühl der Arbeitnehmer stellen, und den Einfluss der Arbeit auf die Familien.

Verweise

  • Giddens, A. (1991) Einführung in die Soziologie. New York, NY: WW Norton & Company.
  • Vidal, M. (2011). Die Soziologie der Arbeit. Zugriff im März 2012 über http://www.everydaysociologyblog.com/2011/11/the-sociology-of-work.html

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