Geschichte & Kultur

Wer hat die triviale Verfolgung erfunden?

Es war das Brettspiel Time Magazine, das als „das größte Phänomen in der Spielgeschichte“ bezeichnet wurde. Trivial Pursuit wurde erstmals am 15. Dezember 1979 von Chris Haney und Scott Abbott konzipiert. Zu dieser Zeit arbeitete Haney als Bildbearbeiter bei der Montreal Gazette und Abbott war Sportjournalist bei The Canadian Press. Haney war auch ein Schulabbrecher, der später scherzte, dass er es nur bedauerte, nicht früher abgebrochen zu haben.

 

Scrabble war die Inspiration

Die beiden spielten Scrabble, als sie beschlossen, ihr eigenes Spiel zu erfinden. Die beiden Freunde hatten innerhalb weniger Stunden das Grundkonzept von Trivial Pursuit. Erst 1981 wurde das Brettspiel kommerziell veröffentlicht.

Haney und Abbott hatten ab 1979 zwei weitere Geschäftspartner (Unternehmensanwalt Ed Werner und Chris ‚Bruder John Haney) übernommen und die Firma Horn Abbot gegründet. Sie erhöhten ihre anfängliche Finanzierung durch den Verkauf von fünf Aktien des Unternehmens für nur 1.000 USD. Ein 18-jähriger Künstler namens Michael Wurstlin erklärte sich bereit, das endgültige Kunstwerk für Trivial Pursuit im Austausch für seine fünf Aktien zu schaffen.

 

Das Spiel starten

Am 10. November 1981 wurde „Trivial Pursuit“ als Marke eingetragen. Im selben Monat wurden erstmals 1.100 Exemplare von Trivial Pursuit in Kanada verteilt.

Die ersten Exemplare von Trivial Pursuit wurden mit Verlust verkauft, da die Herstellungskosten für die ersten Exemplare 75 Dollar pro Spiel betrugen und das Spiel für 15 Dollar an Einzelhändler verkauft wurde. Trivial Pursuit wurde 1983 an Selchow and Righter, einen großen US-amerikanischen Spielehersteller und -vertreiber, lizenziert.

Die Hersteller finanzierten eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, und Trivial Pursuit wurde zu einem bekannten Namen. 1984 verkauften sie in den USA einen Rekord von 20 Millionen Spielen, und der Einzelhandelsumsatz erreichte fast 800 Millionen Dollar.

 

Langfristiger Erfolg

Die Rechte an dem Spiel wurden 1988 an Parker Brothers lizenziert, bevor Hasbro die Rechte 2008 kaufte. Berichten zufolge konnten die ersten 32 Investoren bequem von den jährlichen Lizenzgebühren für das Leben leben. Haney starb jedoch 2010 im Alter von 59 Jahren nach langer Krankheit. Abbott besaß eine Eishockeymannschaft in der Ontario Hockey League und wurde 2005 in die Brampton Sports Hall of Fame aufgenommen. Er besitzt auch einen Pferderennstall.

Das Spiel überlebte mindestens zwei Klagen. Eine Klage stammte von einem Trivia-Buchautor, dessen Verletzung des Urheberrechts angeklagt war. Das Gericht entschied jedoch, dass Tatsachen nicht urheberrechtlich geschützt sind. Ein weiterer Anzug wurde von einem Mann gebracht, der behauptete, er habe Haney die Idee gegeben, als der Erfinder ihn beim Trampen abholte.

Im Dezember 1993 wurde Trivial Pursuit vom Games Magazine in die „Games Hall of Fame“ aufgenommen. Bis 2014 wurden mehr als 50 Sondereditionen von Trivial Pursuit veröffentlicht. Spieler können ihr Wissen über alles von Lord of the Rings bis hin zu Country-Musik testen.

Trivial Pursuit wird in mindestens 26 Ländern und 17 Sprachen verkauft. Es wurde in Heimvideospiel- Editionen, einem Arcade-Spiel und einer Online-Version produziert und als Fernsehspielshow in den USA, Großbritannien und Spanien veröffentlicht.

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