Literatur

Torvald Helmers Monolog aus ‚Ein Puppenhaus‘

Torvald Helmer, die männliche Hauptrolle in A Doll’s House. kann auf verschiedene Arten interpretiert werden. Viele Leser betrachten ihn als einen herrschsüchtigen, selbstgerechten Kontrollfreak. Torvald kann jedoch auch als feiger, fehlgeleiteter, aber sympathischer Ehemann angesehen werden, der seinem eigenen Ideal nicht gerecht wird. In beiden Fällen ist eines sicher: Er versteht seine Frau nicht.

In dieser Szene offenbart Torvald seine Unwissenheit. Kurz vor diesem Monolog erklärte er, dass er seine Frau nicht mehr liebte, weil sie seinem guten Namen Scham und juristisches Unglück gebracht hatte. Als dieser Konflikt plötzlich verflogen ist, widerruft Torvald alle seine verletzenden Worte und erwartet, dass die Ehe wieder „normal“ wird.

Unbekannt für Torvald packt seine Frau Nora während seiner Rede ihre Sachen zusammen. Während er diese Zeilen spricht, glaubt er, dass er ihre verwundeten Gefühle repariert. In Wahrheit ist sie ihm entwachsen und plant, ihr Zuhause für immer zu verlassen.

 

Der Monolog

Torvald: steht vor Noras Tür Versuchen Sie sich zu beruhigen und beruhigen Sie sich wieder, mein verängstigter kleiner singender Vogel. Sei in Ruhe und fühle dich sicher; Ich habe breite Flügel, unter denen ich dich schützen kann. (Geht an der Tür auf und ab.) Wie warm und gemütlich unser Zuhause ist, Nora. Hier ist ein Unterschlupf für dich; hier werde ich dich beschützen wie eine gejagte Taube, die ich vor den Klauen eines Falken gerettet habe; Ich werde deinem armen schlagenden Herzen Frieden bringen. Es wird nach und nach kommen, Nora, glaub mir. Morgen früh werden Sie alles ganz anders sehen; bald wird alles so sein wie vorher.

Sehr bald wirst du mich nicht brauchen, um dir zu versichern, dass ich dir vergeben habe; Sie werden selbst die Gewissheit spüren, dass ich dies getan habe. Können Sie sich vorstellen, dass ich jemals daran denken sollte, Sie abzulehnen oder Ihnen sogar Vorwürfe zu machen? Du hast keine Ahnung, wie das Herz eines wahren Mannes ist, Nora. Es ist etwas so unbeschreiblich Süßes und Befriedigendes für einen Mann in dem Wissen, dass er seiner Frau vergeben hat – ihr frei und von ganzem Herzen vergeben. Es scheint, als hätte das sie sozusagen doppelt zu seiner eigenen gemacht; er hat ihr sozusagen ein neues Leben gegeben, und sie ist in gewisser Weise sowohl Frau als auch Kind für ihn geworden.

Danach wirst du für mich sein, mein kleiner ängstlicher, hilfloser Schatz. Hab keine Angst vor irgendetwas, Nora; Sei nur offen und offen mit mir, und ich werde euch beiden als Wille und Gewissen dienen. Was ist das? Nicht ins Bett gegangen? Hast du deine Sachen geändert?

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