Geschichte & Kultur

Fredrika Bremer: Schwedische Feministin

Frederika Bremer (17. August 1801 – 31. Dezember 1865) war Schriftstellerin, Feministin, Sozialistin und Mystikerin. Sie schrieb im literarischen Genre Realismus oder Liberalismus.

 

Frühes Leben und Schreiben

Fredrika Bremer wurde im damaligen schwedischen Finnland in eine wohlhabende Familie geboren, die mit drei Jahren nach Schweden zog. Sie war gut ausgebildet und reiste weit, obwohl ihre Familie ihre Aktivitäten einschränkte, weil sie eine Frau war.

Fredrika Bremer war nach den Gesetzen ihrer Zeit nicht in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen über das Geld zu treffen, das sie von ihrer Familie geerbt hatte. Die einzigen Mittel, die sie selbst kontrollierte, waren die, die sie durch ihr Schreiben verdient hatte. Sie veröffentlichte ihre ersten Romane anonym. Ihr Schreiben brachte ihr eine Goldmedaille der schwedischen Akademie ein.

 

Religiöse Studien

In den 1830er Jahren studierte Fredrika Bremer Philosophie und Theologie unter der Anleitung eines jungen christlichen Ministers, Boeklin. Sie entwickelte sich sowohl zu einer Art christlicher Mystikerin als auch in irdischen Angelegenheiten zu einer christlichen Sozialistin. Ihre Beziehung wurde unterbrochen, als Boeklin die Heirat vorschlug. Bremer entfernte sich fünfzehn Jahre lang vom direkten Kontakt mit ihm und kommunizierte nur durch Briefe.

 

Reise in die USA

In den Jahren 1849-51 reiste Fredrika Bremer in die USA, um Kultur und die Stellung der Frau zu studieren. Sie versuchte, die Probleme der Versklavung zu verstehen und entwickelte eine Anti-Versklavungsposition.

Auf dieser Reise lernte Fredrika Bremer amerikanische Schriftsteller wie Catharine Sedgwick, Ralph Waldo Emerson, Henry Wadsworth Longfellow, Washington Irving, James Russell Lowell und Nathaniel Hawthorne kennen und kennen. Sie traf sich mit amerikanischen Ureinwohnern, Sklaven, versklavten Menschen, Quäkern, Schüttlern und Prostituierten. Sie war die erste Frau, die den US-Kongress in einer Sitzung von der öffentlichen Galerie des Kapitols aus beobachtete. Nach ihrer Rückkehr nach Schweden veröffentlichte sie ihre Eindrücke in Form von Briefen.

 

Internationale und demokratische Reformen

In den 1850er Jahren engagierte sich Bremer in einer internationalen Friedensbewegung und drängte zu Hause auf eine bürgerliche Demokratie. Später reiste Fredrika Bremer für fünf Jahre nach Europa und in den Nahen Osten, schrieb erneut ihre Eindrücke und veröffentlichte sie diesmal als Tagebuch in sechs Bänden. Ihre Reisebücher sind wichtige Darstellungen der menschlichen Kultur an diesem bestimmten Punkt in der Geschichte.

 

Reform des Frauenstatus durch Fiktion

Mit Hertha riskierte Fredrika Bremer ganz bewusst ihre Popularität, indem sie eine Frau darstellte, die von den traditionellen Erwartungen an weibliche Rollen befreit war. Diesem Roman wird zugeschrieben, dass er dazu beiträgt, das Parlament bei einigen rechtlichen Reformen des Frauenstatus zu beeinflussen. Schwedens größte Frauenorganisation nahm den Namen Hertha zu Ehren von Bremers Roman an.

Schlüsselwerke von Fredrika Bremer:

  • 1829 – The H Family (Familjen H, 1995 in englischer Sprache als The Colonel’s Family veröffentlicht)
  • 1824 – Die Töchter des Präsidenten
  • 1839 – Das Haus (Hemmet)
  • 1842 – Die Nachbarn (Grannarna)
  • 1853 – Häuser in der neuen Welt (Hemen I den nya verlden)
  • 1856 – Hertha oder Die Geschichte einer Seele
  • 1858 – Vater und Tochter (Fader och dotter)

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