Geschichte & Kultur

Charles Drew: Erfinder der Blutbank

Zu einer Zeit, als Millionen von Soldaten auf Schlachtfeldern in ganz Europa starben, rettete die Erfindung von Dr. Charles R. Drew unzählige Leben. Drew erkannte, dass das Trennen und Einfrieren der Bestandteile des Blutes eine sichere Wiederherstellung später ermöglichen würde. Diese Technik führte zur Entwicklung der Blutbank.

Charles Drew wurde am 3. Juni 1904 in Washington, DC, geboren. Drew war während seines Studiums am Amherst College in Massachusetts ein hervorragender Akademiker und Sportler. Er war auch ein Ehrenstudent an der McGill University Medical School in Montreal, wo er sich auf physiologische Anatomie spezialisierte.

Charles Drew erforschte Blutplasma und Transfusionen in New York City, wo er als Doktor der Medizin und als erster  Afroamerikaner an der Columbia University promovierte. Dort machte er seine Entdeckungen in Bezug auf die Erhaltung des Blutes. Indem er die flüssigen roten Blutkörperchen vom nahezu festen Plasma trennte und die beiden getrennt einfrierte, stellte er fest, dass Blut zu einem späteren Zeitpunkt konserviert und rekonstituiert werden konnte.

Blutbanken und Zweiter Weltkrieg

Charles Drews System zur Speicherung von Blutplasma (Blutbank) revolutionierte die Ärzteschaft. Dr. Drew wurde ausgewählt, um ein System zur Speicherung von Blut und zur Transfusion einzurichten, ein Projekt mit dem Spitznamen „Blood for Britain“. Diese prototypische Blutbank sammelte im Zweiten Weltkrieg Blut von 15.000 Menschen für Soldaten und Zivilisten in Großbritannien und ebnete den Weg für die Blutbank des Amerikanischen Roten Kreuzes, deren erster Direktor er war. 1941 beschloss das Amerikanische Rote Kreuz. Blut aufzubauen Spenderstationen, um Plasma für die US-Streitkräfte zu sammeln.

Nach dem Krieg

1941 wurde Drew als erster Afroamerikaner zum Prüfer im American Board of Surgeons ernannt. Nach dem Krieg übernahm Charles Drew den Lehrstuhl für Chirurgie an der Howard University in Washington, DC. 1944 erhielt er die Spingarn-Medaille für seine Beiträge zur Medizin. 1950 starb Charles Drew an den Folgen eines Autounfalls in North Carolina – er war erst 46 Jahre alt. Unbegründetes Gerücht besagte, dass Drew wegen seiner Rasse ironischerweise eine Bluttransfusion im Krankenhaus von North Carolina verweigert wurde, aber das stimmte nicht. Drews Verletzungen waren so schwer, dass die von ihm erfundene lebensrettende Technik sein eigenes Leben nicht hätte retten können.

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