Probleme

Amerikanische Foltertechniken gegen Häftlinge

Der US-Regierung wurde vorgeworfen, „Folter-Lite“ oder „moderaten physischen Druck“ gegen Häftlinge ausgeübt zu haben, die aus politischen Gründen in Gewahrsam gehalten werden, typischerweise weil sie eine deutliche Bedrohung für die USA darstellen oder über Informationen verfügen, die für die amerikanische Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind. Was bedeutet das in der Praxis?

Palästinensisches Hängen

Diese Form der Folter wird manchmal als „palästinensisches Hängen“ bezeichnet, da sie von der israelischen Regierung gegen Palästinenser angewendet wird. Es geht darum, die Hände des Gefangenen hinter seinem Rücken zu binden. Nachdem Müdigkeit einsetzt, fällt der Gefangene unweigerlich nach vorne, legt sein ganzes Körpergewicht auf seine Schultern und beeinträchtigt die Atmung. Wenn der Gefangene nicht freigelassen wird,   kann dies schließlich zum Tod durch Kreuzigung führen. Dies war das Schicksal des US-Gefangenen Manadel al-Jamadi im Jahr 2003.

Psychologische Folter

Das Hauptkriterium für „Folter-Lite“ ist, dass es keine physischen Spuren hinterlassen darf. Unabhängig davon, ob US-Beamte mit der Hinrichtung der Familie eines Gefangenen drohen oder fälschlicherweise behaupten, der Anführer seiner Terrorzelle sei tot, kann eine stetige Diät mit Fehlinformationen und Drohungen wirksam sein. 

Sensorischer Sinnesentzug

Es ist bemerkenswert leicht für Gefangene, den Überblick über die Zeit zu verlieren, wenn sie in Zellen eingesperrt sind. Bei sensorischem Entzug werden auch alle Geräusch- und Lichtquellen entfernt. Guantanamo- Gefangene wurden zusätzlich gefesselt, die Augen verbunden und Ohrenschützer getragen. Ob Gefangene, die einer langfristigen sensorischen Deprivation ausgesetzt sind, Fiktion noch von der Realität unterscheiden können, ist umstritten. 

Hunger und Durst

Maslows Bedürfnishierarchie identifiziert grundlegende physische Bedürfnisse als die grundlegendsten, mehr als Religion, politische Ideologie oder Gemeinschaft. Einem Gefangenen kann gerade genug Nahrung und Wasser gegeben werden, um zu überleben. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis er körperlich dünner erscheint, aber sein Leben dreht sich um die Suche nach Nahrung, und er ist möglicherweise eher geneigt, Informationen im Austausch gegen Nahrung und Wasser preiszugeben. 

Schlafentzug

Studien haben gezeigt, dass das Fehlen einer Nachtruhe vorübergehend 10 Punkte vom IQ einer Person abzieht. Ein anhaltender Schlafentzug durch Belästigung, Kontakt mit hellem Licht und Kontakt mit lauter, störender Musik und Aufnahmen kann das Urteilsvermögen drastisch beeinträchtigen und die Entschlossenheit beeinträchtigen. 

Wasserfolter

Wasserfolter ist eine der ältesten und häufigsten Formen der Folter. Es kam mit den ersten Kolonisten in die USA und ist seitdem viele Male aufgetaucht. Waterboarding ist die neueste Inkarnation. Dabei wird ein Gefangener an ein Brett geschnallt und dann in Wasser getaucht. Er wird an die Oberfläche zurückgebracht und der Vorgang wird dann wiederholt, bis sein Vernehmer die gesuchten Informationen gesichert hat. 

Erzwungenes Stehen

In den 1920er Jahren ist das erzwungene Stehen am häufigsten, wenn Gefangene oft über Nacht an Ort und Stelle stehen. In einigen Fällen kann der Gefangene mit ausgestreckten Armen und berührenden Fingerspitzen vor einer Wand stehen. 

Sweatboxen

Manchmal als „Hot Box“ oder einfach als „The Box“ bezeichnet, ist der Gefangene in einem kleinen, heißen Raum eingesperrt, der aufgrund mangelnder Belüftung im Wesentlichen als Ofen fungiert. Der Gefangene wird freigelassen, wenn er kooperiert. In den USA lange Zeit als Folterform eingesetzt, ist es besonders im trockenen Nahen Osten wirksam.

Sexuelle Übergriffe und Demütigungen

Verschiedene Formen von sexuellen Übergriffen und Demütigungen, die in US-Gefangenenlagern als Formen der Folter dokumentiert sind, umfassen erzwungene Nacktheit, gewaltsames Verschmieren von Menstruationsblut auf den Gesichtern von Gefangenen, erzwungene Lapdances, erzwungenen Transvestitismus und erzwungene homosexuelle Handlungen gegen andere Gefangene.

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